So gesund ist Kokoswasser

Erfrischend, durstlöschend und gesund. Kokoswasser ist den vergangenen Jahren zum Trendgetränk geworden, und das aus gutem Grund. Das zumeist aus noch unreifen, grünen Kokosnüssen stammende Wasser besitzt isotonische Eigenschaften.

Das bedeutet, dass das Verhältnis von Nährstoffen zu Flüssigkeit ungefähr dem des menschlichen Blutes enstpricht. Das macht das Wasser hervorragend dafür geeignet, die Mineralstoffversorgung zu verbessern. In den Tropen soll das gesunde Nass in Notfällen sogar als Ersatz für Blutserum verwendet worden sein.

In Deutschland wird es dafür zwar nicht benötigt, aber vielseitig ist es dennoch. Es enthält unter anderem Aminosäuren, Antioxidantien, Potassium, Calcium und Magnesium, die den Körper schützen, Muskel und Knochen aufbauen und Energie liefern. Vor allem für Sportler ist das leckere Wasser daher nach dem Training geeignet, um die Reserven wieder aufzufüllen.

Das gilt auch in Zeiten der Coronakrise, wo sehr viel Sport in die eigenen vier Wände verlegt werden musste. Um allerdings die meisten Mineralien richtig verwerten zu können, braucht der Körper unter anderem Vitamin D. Um das selbst zu produzieren, benötigt der Mensch ausreichend Sonnenschein auf der Haut – etwas, das bei Ausgangsbeschränkungen während der Pandemie nicht leicht zu bekommen ist. Einige Lebensmittel wie Tofu, Eier von freilaufenden Hühnern, Waldpilze und mehr enthalten ebenfalls Vitamin D.

Andere Vitamine sind zumeist in Obst enthalten, die mit Kokoswasser zu erfrischenden Smoothies verarbeitet werden können.

Während reife Kokosnüsse recht fetthaltiges Fruchtfleisch besitzen, ist Kokoswasser fettarm und enthält nur 17 bis 20 Kaloriern pro 100 Milliliter. Mit einem bis eineinhalb Gramm Zucker pro 100 Milliliter ist die Flüssigkeit zudem zuckerarm.

Weil es isotonisch und leicht verdaulich ist, wird Kokoswasser in den Tropen auch zur Behandlung von Durchfallerkrankungen sowie gegen Überhitzung und Dehydrierung eingesetzt. Zudem schützt Kokoswasser die Magenschleimhaut und kann dazu beitragen, Magengeschwüren vorzubeugen. Studien haben außerdem gezeigt, dass die Flüssigkeit einen blutdrucksenkenden Effekt besitzt.

Weil die Antioxidantien zudem die Zellererneuerung unterstützen, wird dem Kokoswasser auch der begehrte Anti-Aging-Effekt zugeschrieben. Gut fürs Köpfchen ist es auch, dank Kupferanteil. Kupfer hilft bei der Bildung von Neurotransmittern, die die Informationen zwischen den einzelnen Körperzellen weiterleiten und außerdem die Gehirnfunktion anregen.

Da naturbelassenes Kokoswasser nur einen leichten, teils säuerlich, teils süßen Geschmack besitzt, ist es in der Küche erstaunlich vielseitig einsetzbar. Von selbstgemachtem Wassermeloneneis mit Limette und Kokoswasser über Smoothies bis hin zu asiatischen Gemüsesuppen, indischen Joghurtdrinks und Hühnergerichten reicht die bunte Rezeptepalette.

Aus der ayurvedischen Heilmedizin ist Kokoswasser nicht mehr wegzudenken. Entzündungen, Gastritis, Hitzewallungen und mehr werden in der traditionellen Medizin aus Sri Lanka und Indien mit der Flüssigkeit behandelt. Ayurveda (übersetzt: das Wissen vom Leben) gilt als die älteste überlieferte ganzheitliche Heilkunde der Menschheit.

Auf Sri Lanka wird die Kokospalme als „Baum des Lebens“ bezeichnet, weil jedes ihrer Teile verwendet werden kann, vom Baumaterial über Nahrung bis hin zu Medizin.

Wer in Deutschland seiner Gesundheit mit Kokoswasser etwas Gutes tun möchte, sollte allerdings darauf achten, ob es sich um ein naturbelassenes Getränk oder eines mit vielen Zusätzen handelt. Wenn etwa Fruchtgeschmack hinzugefügt wurde, um das Getränk süßer zu machen, kann auch der Zuckergehalt sich schnell verändern. Es gilt weiterhin: je natürlicher, desto gesünder.

 

So gesund ist Kokoswasser