Die Vorzüge von Kokosöl

Kokosöl ist ein wunderbares Naturprodukt, welches sich aufgrund verschiedener alternativer Ernährungsweisen, wie zum Beispiel Paleo, vermehrter Aufmerksamkeit erfreut.

Wer sich gesundheitsbewusst ernähren will und sich entsprechend informiert, stößt irgendwann zwangsläufig auf Kokosöl. Es stellt eine wunderbare, aber umstrittene, Alternative zum sonst zum Kochen und Braten üblichen Raps- oder Olivenöl dar.

Kennzeichen von gutem Kokosöl

Gutes Kokosöl erkennt man vor allen Dingen daran, dass es möglichst naturbelassen ist. Schlagworte wie „nativ“ und „bio“ sind die Informationen, auf die sie achten sollten.

Kokosöl von hoher Güte hat nur einen geringen Eigengeruch, nur ein sanftes Aroma, es schmeckt sanft und mild, auf der Haut zieht es schnell und ohne Rückstände ein.

Industriell hergestelltes Kokosöl riecht oft verstärkt nach Kokos, schmeckt „rauchig“ und „kratzt“ am Gaumen, oder hinterlässt einen öligen Film.

Der Preis allein ist kein sicheres Qualitätsmerkmal. Nur weil etwas teuer ist, muss es nicht unbedingt gut sein, das gilt auch bei Kokosöl. Informieren Sie sich vorm Kauf bei einem Kokosöl Test oder sprechen Sie mit einem Fachmann im Reformhaus.

Auch Produktionsstandards vor Ort, Hygienemaßnahmen und Lieferwege spielen eine große Rolle bei der Qualität. Diese Faktoren können bei besonders günstigen Ölen einfach nicht alle optimiert werden.

Nährwerte von Kokosöl

100g Kokosöl haben durchschnittlich 892 kcal und enthalten:

  • 82,48 g gesättigte Fettsäuren
  • 6,33 g einfach ungesättigte Fettsäuren
  • 1,7 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren
  • 28 mg Transfette

Vorteile und Nachteile von Kokosöl

Wir gehen nun auf die Vorteile und Nachteile von Kokosöl ein. Diese Übersicht soll Ihnen dabei helfen zu entscheiden ob es Sinn macht Kokosöl in ihre Ernährung mit aufzunehmen.

Vorteile:

  • vielseitig einsetzbar, auch zum Hocherhitzen
  • Laurinsäure – steigert den Anteil an „gutem“ Cholesterin im Blut (dies ist allerdings umstritten)
  • angenehmer Eigengeschmack

Nachteile:

  • relativ teuer
  • enthält so gut wie keine Vitamine
  • hoher Anteil an gesättigten Fettsäuren – es ist zwar umstritten wie „schädlich“ diese tatsächlich sind, im allgemeinen wird allerdings eine möglichst geringe Aufnahme gesättigter Fettsäuren empfohlen
  • Kokosöl ist schlecht für die Umwelt – lange Transportwege, schlecht bezahlte Kokosbauern

Zum Braten und Backen geeignet?

Selbstverständlich ist Kokosöl sehr gut zum Backen und besonders zum Braten geeignet. Olivenöl hat den Nachteil, dass es sich nicht besonders gut zum Braten eignet, da es nicht über eine bestimmte Temperatur erhitzt werden soll, da sich dabei Schadstoffe bilden.

Es gibt zwar spezielle Olivenöle zum Braten, diese sind jedoch nicht mehr wirklich „naturbelassen“ und „raffinierte“ Öle, also von minderer Qualität, was den Einsatz von Olivenöl von vornherein in Frage stellt.

Kokosöl ist weitaus hitzebeständiger und eignet sich hervorragend zum Braten von Fleisch und Gemüse. Man findet es daher in der Zutatenliste vieler Asiatischen Rezepten bei kochen-mit-genuss.org, chefkoch.de und anderen Rezepte-Seiten.

Auch im eigentlichen Backen leistet es vorzügliche Dienste und bringt einen sehr angenehmen Eigengeschmack mit.

Ist es nun gut oder schlecht?

Popularisiert vor allem durch alternative Ernährungsformen, Diäten und Empfehlungen von Gesundheitsgurus wird es seit einiger Zeit als Superfood gefeiert. Rein wissenschaftlich gibt es bis jetzt kaum Studien die eine besonders gesundheitsfördernde Wirkung bestätigen.

Allerdings, muss man an dieser Stelle auch erwähnen, dass sich Standards, Auffassungen und Wahrnehmungen bezüglich der Wirkungen von verschiedenen Lebensmitteln in einem ständigen Wandel befinden.

So wurde zum Beispiel in einer Studie nachgewiesen, dass Kokosöl zwar den Cholesterinspiegel im Blut nicht senkt, dafür aber zu der Bildung von mehr „gutem Cholesterin“, welches die Zellwände und Blutgefäße schützt, führen kann.

Wirklich genau erforscht sind diese Zusammenhänge jedoch nicht. Auch ist nicht von der Hand zu weisen, dass in der Lebensmittelindustrie etablierte Größen es unter Umständen nicht so gerne sehen, wenn sich ein neuer Herausforderer im gut erschlossenen Revier des Platzhirschen breitmachen will.

Auch in der Kosmetik findet Kokosöl oft Anwendung und kann dabei, sofern nicht industriell hergestellt, auf natürliche Art und Weise Ihr Hautbild verbessern und wertvolle Feuchtigkeit spenden.

In Asien ist Kokosöl von Sri Lanka bis zu den Philippinen schon seit Ewigkeiten in der dort heimischen Küche vertreten – und die asiatische Küche, gerade in diesem Raum gilt als besonders gesund und verträglich. Das Kokosöl wird sicherlich seinen Beitrag dazu leisten.

Weiterführende Links

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